Samuel Niederhauser

Samuel Niederhauser ist ein aufstrebender Schweizer Cellist, der es mit seinem virtuosen, kraftvollen und zugleich innigen Spiel immer wieder versteht, sein Publikum zu begeistern und auch Jurys grosser internationaler Wettbewerbe von sich zu überzeugen, jüngst als Gewinner des 1. Preises am George Enescu International Competition 2026. Seit 2022 ist er Solo-Cellist im Luzerner Sinfonieorchester. Daneben tritt er im In- und Ausland mit grossem Erfolg sowohl als Solist als auch in verschiedenen Kammermusik-Ensembles auf.

Sein Debüt als Solist gab Samuel im Alter von 9 Jahren. Seither spielte er u.a. mit Orchestern wie dem Brussels Philharmonic Orchestra, dem Helsinki Philharmonic Orchestra, der Royal Northern Sinfonia, dem Kammerorchester Basel, dem Zürcher Kammerorchester, dem Gstaad Festival Orchestra, dem Sinfonieorchester Basel und der Sinfonia Lahti. Sein Palmares umfasst auch verschiedene Uraufführungen, so das vom Schweizer Komponisten Jost Meier geschaffene Cellokonzert, das er 2019 gemeinsam mit dem Sinfonieorchester Biel Solothurn spielte. Über dieses von Radio SRF ausgestrahlte Konzert schrieb das Bieler Tagblatt: «Die Finger Samuel Niederhausers glitten mit traumwandlerischer Sicherheit über die Saiten, sie zauberten ein unendlich reiches Spektrum an Obertönen in die Luft und stiessen auch in geräuschhafte Klangregionen hervor. Das Cellospiel des Jungvirtuosen ist von bewundernswerter technischer Brillanz. Samuel Niederhauser ist aber auch ein intensiver musikalischer Gestalter».

Immer wieder ist Samuel an Festivals zu hören, so regelmässig am Gstaad Menuhin Festival, im Musikdorf Ernen und am Davos Festival. Weiter trat er schon am Verbier Festival, am Lauttasaari Musik Festival in Helsinki und an den Variations Musicales de Tannay auf.

Seit 2024 ist Samuel Ensemblemitglied des Berner Klaviertrios, das sich im Berner Konzertleben innert kürzester Zeit einen prominenten Platz gesichert hat. Die Bühne teilte und teilt er daneben u.a. mit Till Fellner, Julia Fischer, Oliver Schnyder, Nils Mönkemeyer, Dmitry Smirnov und Mischa Maisky. Mit Dennis Linnik gewann er 2023 am Gstaad Menuhin Festival den renommierten Preis „Jeunes Étoiles 2023“.Daneben erhielt Samuel zahlreiche weitere Auszeichnungen und Preise. Höhepunkte waren die Auszeichnung als Laureat am Concours Reine Elisabeth 2022 in Brüssel und der Gewinn des 3. Preises am Paulo Cello Competition 2023 in Helsinki. Der Brüsseler De Staandard bezeichnete Samuels Interpretation von Dmitri Schostakowitschs zweitem Cellokonzert als «Höhepunkt des Abends», und für die Darbietung des Wettbewerbsstücks von Jörg Widmann attestierte er ihm, «eine wunderbare Balance zwischen diskreter Intimität und feurigem Enthusiasmus» gefunden zu haben. Die in Helsinki erscheinende Zeitung Helsingin Sanomat beschrieb sein Spiel als «kraftvoll, emotional und ausdrucksstark». Zudem gewann er 2020 und 2022 Stipendien des Migros Kulturprozents und der Kiefer Hablitzel Stiftung. 2019 wurde er an der CIMA Competition in Wien mit dem Hauptpreis des Wiener Klassikpreises ausgezeichnet. Am Concours de Genève 2021 holte er den Prix Guy Fallot.

Mit Liebe und Begeisterung schreibt Samuel Arrangements für Celloensembles. 2020 arrangierte er den Orchesterpart Prokofievs Sinfonia Concertante für fünf Celli und einen Kontrabass, führte das Konzert im Rahmen seines Bachelorprojekts in dieser Besetzung als Solist auf und wird es im Jahre 2027 fürs Label „Aparté music“ auf CD aufnehmen. Samuel erhielt seine Grundausbildung bei Thomas Grossenbacher an der Zürcher Hochschule der Künste, die er mit dem Bachelor „mit Auszeichnung“ abschloss, sowie Thomas Demenga an der Musikakademie Basel, wo er den Studiengang Master Specialized of Solo Performance absolvierte und mit dem Preis für das beste Rezital ausgezeichnet wurde. Daneben verfeinert er sein grosses musikalisches Können regelmässig an Meisterkursen mit renommierten Cellistinnen und Cellisten wie Jens-Peter Maintz, Louise Hopkins, David Geringas, Frans Helmerson, Miklos Perenyi, Alisa Weilerstein oder Troels Svane.

Samuel spielt dank einer grosszügigen Leihgabe ein Cello von Carlo Giuseppe Testore (1690).

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samuel.niederhauser@gmx.ch